Forum Literatur in Niederbayern
bei der Staatlichen Bibliothek Passau


Johanna Beringer – Pressestimmen


„Die Autorin hat mit den vorliegenden Gedichtsbänden [‚Eini und dahinter gschaut‘, ‚De bucklate Welt‘] eine mundartliche Kostbarkeit herausgegeben: Lebenserfahrung, Klugheit, Humor in ganz feiner Art, Nachdenklichkeit und Lebensfreude; aber auch das Erkennen der Gefahren in dieser Welt sind in die Gedichtsbände eingeflossen.“
Amtlicher Schulanzeiger für den Regierungsbezirk Niederbayern

„Johanna Beringer, zehn Jahre vor Kriegsausbruch in Lörrach geboren, ist seit Jahren in der Literaturszene nicht nur Passaus und des Bayerischen Waldes, sondern auch in Österreich verwurzelt und so längst auch außerhalb der Bischofsstadt ein Begriff; sie ist längst über die Bekanntheit nur einem Insiderkreis ein Begriff. Und jeder, der ihre Bücher zur Hand nimmt, kann nicht mehr aufhören, darin zu lesen. Da ist einerseits geballte Lebenserfahrung spürbar, verbunden mit einer hervorragenden Beobachtungsgabe. Andererseits leben die Gedichte – übrigens richtige, die sich reimen – von ihrem Gemüt, das so ansprechend-vernünftig empfindet, dass sie dem Leser voll aus dem Herzen schreibt. Und zeitlos sind sie selbst dort, wo zeitgeschichtliche Themen behandelt werden. Schließlich ist noch lobend zu erwähnen – da leider nicht selbstverständlich –, dass Johanna Beringer zwar auch heiße Eisen anpackt, dabei aber wohltuend keine politische Einseitigkeit missioniert.“
Weiß-Blaue Rundschau

„Johanna Beringer setzt in ihrem vierten Buch ‚Nadelstiche‘ gegen eine verderbte Geisteshaltung. Es
sind Nadelstiche, die unter die Haut gehen. Sie prangert verlorene Worte, rissige Freundschaft, blindes Feuer und leichtes Leben an. Man könnte von einer Agenda eines politischen Programms sprechen, wenn sie vom Aufbruch im August 1989 und vom Tag vor dem 9. November 1989 schreibt. Dann sind es Schreie aus dem Chaos, lodernde Fackeln, die ein Licht ins Dunkel unserer Gegenwart stellen. Aber auch Wohlklänge, Worte zum blühenden Mai, Gedanken zum Auswärts, zum Advent, Betrachtungen am Wickeltisch, am Spielplatz, am Flohmarkt – immer aber eine nachdenkliche Aussage.“

Bayerischer Wald-Verein

„‚Leuchtsignale‘ heißt das neueste Buch mit Kurzgeschichten und Gedichten von Johanna Beringer aus dem Passauer Neue Presse Verlag. Meist sind es nicht die spektakulären Schlagzeilen allgemeiner Entrüstung, sondern eher die tolerierten Verhängnisse der Zeit, die Denkanstöße geben, die Zunahme an Gleichgültigkeit, Profilierungssucht, der Verlust an Wertorientierung.“
Lichtung

„Mundartdichtung ist sicher kein Allheilmittel, Zeitströmungen aufzuhalten, sie kann aber ihren Beitrag
leisten, wenn schon nicht äußerer, dann doch innerer Monotonie vorzubeugen. Die Passauer Mundartdichterin hat sich dieser Aufgabe verschrieben. Sie las vor den Leistungskursen Deutsch K 12 und K 13 aus ihren Lyrikbänden. [...] In einer bewusst arrangierten Mischung von nachdenklichen und heiteren Gedanken, von Skepsis und Humor, Kritik und verständnisvoller Gelassenheit wurden menschliche Verhaltensweisen, weil seismographisch registriert und lebensnah festgehalten, greifbar. Oft sind beide Komponenten – Besinnliches und Erheiterndes – in einem Gedicht zu einer Einheit verschmolzen. Lachen und Weinen sind nahe Verwandte. [...] Geboten wurde ‚eine Portion‘ Mundart, aber auch ‚ein Häppchen‘ Hochdeutsch. Die Thematik entscheidet in jedem Falle die Diktion. Beiden Versionen gemeinsam war das ‚Markenzeichen‘: Problematisches wird unausweichlich angegangen, die Kritik aber bleibt verhalten, das lyrische Ich präsent und spürbar, doch unaufdringlich. Johanna Beringers Lyrik steht in ihrer janusköpfigen Aktualität zwischen Perfekt und Futur.“

Adalbert-Stifter-Gymnasium, Dichterlesung


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