Vortrag und Lesung:
Dr. Harro Raster, ‚Die Errettung der Jungfrau. Vollständiger Bericht über einen Exorzismus in Straubing‘ mit dem Herausgeber des Bandes am Donnerstag, dem 11. Oktober 2007



Ab 19.00 Uhr stellte der ehemalige Direktor des Gymnasiums in Viechtach, Dr. Harro Raster, den von ihm herausgegebenen Band ‚Die Errettung der Jungfrau. Vollständiger Bericht über einen Exorzismus in Straubing‘ vor, der im Verlag Karl Stutz, Passau, erschienen ist. Unterstützt wurde er hierbei von Dr. Gerold Sedlmayr, Assistent am Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur der Universität Passau, der Passagen des Werks vortrug.


der Vortrag von Herrn Dr. Raster in pdf-Format

der Bericht über die Veranstaltung in der ‚Passauer Neuen Presse‘ vom 19. 10. 2007 in pdf-Format


Das Buch ist ein brisanter Beitrag zur Konfessionsgeschichte Niederbayerns: Zu Beginn der Sechzigerjahre des 17. Jahrhunderts ist Anna Elisabetha Susanna de la Haye aus dem niederbayerischen Straubing nach München gezogen, um in der kurbayerischen Haupt- und Residenzstadt ihr Lebensglück zu suchen. Bald umwirbt sie dort ein Adelsmann aus der Freien Reichsstadt Augsburg, und sie findet auch an ihm Gefallen. Liebeszauber?! Ihre Zweisamkeit währt nur kurze Zeit. Beide geraten ins konfessionelle Spannungsfeld. Eine rätselhafte Krankheit zwingt die junge Baronesse, nach Straubing zurückzukehren. Die sonst so hilfreiche Mutter Gottes auf dem nahen Bogenberg kann für sie wenig tun; dem Fräulein wird dort zugeflüstert, sich an den heiligen Franz Xaver zu wenden. Dessen Ordensbrüder in der Straubinger Jesuitenkirche erkennen im Liebhaber aus Augsburg den Teufel und sehen bei der Krankheit der jungen Frau die bösen Geister mit im Spiel. Es kommt zum spektakulären Exorzismus. Der heilige Franz Xaver, sekundiert von Patres aus dem Straubinger Kolleg der Gesellschaft Jesu, kämpft erbittert und ausdauernd mit den Dämonen um die Seele des Menschenkindes. Die Honoratioren und die Stadtbevölkerung von Straubing nehmen lebhaft Anteil an der Vertreibung der bösen Geister. Was als Liebesgeschichte begann, endet als Erfolgsgeschichte, die dem heiligen Franz Xaver und der allerseligsten Mutter Gottes zugeschrieben wird. Die Straubinger Jesuitenkirche mit ihrem Marien- und dem Xaveri-Altar erhält als Verehrungsstätte großen Zulauf. Anna Elisabetha Susanna, nunmehr zur Maria Franziska umgetauft, stellt sich auf Geheiß des heiligen Franz Xaver ganz in seinen Dienst. Sie wird zum sichtbaren Beispiel für Trost und Heilung durch ihn.

Bilder von Hubert Lang und Tanja Gradl
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