Gedenkveranstaltung:
Hans Carossa. Dichter und Arzt. Matinee zum 130. Geburtstag am Sonntag, dem 12. Oktober 2008, 10.30 Uhr





Am 15. Dezember 2008 jährt sich zum 130. Mal der Geburtstag Hans Carossas. Aus diesem Anlass lud die Staatliche Bibliothek am 12. Oktober ab 10.30 Uhr zu einer Matinee ein. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Wolfgang Frühwald, außerdem trug der Rezitator und Schauspieler Wolf Euba Gedichte und Prosa aus dem Werk des Dichters vor.

Hans Carossa ist einer der bedeutendsten Dichter der jüngeren deutschen Literaturgeschichte, sein seit 1910 publiziertes Werk fand Anerkennung im In- und Ausland. Der in Passau praktizierende Arzt wählte auch in seinem Schreiben oft die Perspektive seines Berufs (‚Die Schicksale Doktor Bürgers‘, 1913, ‚Der Arzt Gion‘, 1931, ‚Der Tag des jungen Arztes‘, 1955), wichtige Formen seines Werks sind Autobiographie und Reisebericht ebenso wie Gedichte und Essays. Anerkennung fand er nicht nur für sein hochkarätiges Schaffen, sondern auch für die mutige Beharrlichkeit, mit der sich der in Deutschland Verbliebene dem Zugriff der Nazidiktatur entzog.

Prof. Dr. Wolfgang Frühwald ist eine der profiliertesten Persönlichkeiten im deutschen Wissenschafts- und Kulturbetrieb. Der Literaturwissenschaftler war von 1992-97 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1999-2007 stand er der Alexander-von-Humboldt-Stiftung vor. Frühwald ist Mitglied im Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

Wolf Euba hat sich als unverwechselbarer Schauspieler, Rezitator, Sprecher, Regisseur und Autor deutschlandweit einen Namen gemacht. In den unterschiedlichsten Kontexten gestaltet er heute vor allem literarische Programme, oft in Verbindung mit Musik.
„Wer Radio hört, und das von Kindheit an, für den ist die Stimme von Wolf Euba ein lebenslanger Begleiter“
Süddeutsche Zeitung
„Euba genügen schon wenige Sätze, um ganze Bühnenwelten zu beschwören“
Münchner Merkur


die Rede von Herrn Prof. Dr. Frühwald in pdf-Format

der Bericht über die Veranstaltung in der ‚Passauer Neuen Presse‘ vom 17. 10. 2008 in pdf-Format


Bilder von Gabriele Liebig
(Klicken zum Vergrößern)



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