Einladung:
‚Bibliotango‘ – ein literarisch-musikalisches Programm für Büchernarren, Bücherfreunde und solche die es sträflicherweise noch nicht sind. Mit Wolf Euba (Erzähler) und Maria
Reiter (Akkordeon) am Dienstag,
dem 21. September 2010, 19.30 Uhr



„Mir sind Bücher, was den andern Leuten Weiber, Tanz, Gesellschaft, Kartenspiel, Turnsport, Wein und weiß ich was, bedeuten.“ Das behauptet Joachim Ringelnatz. Und fast möcht man’s ihm glauben.

Reich, bunt, abenteuerlich wie das Leben selbst ist die Welt der Bücher. Wollen Sie hören, wie Jean Paul Sartre einen Herrn beschreibt, der in seinem unersättlichen Bildungshunger jeden Band, von Aa bis Zz, der unendlich großen Pariser Nationalbibliothek, durchlesen will? Mit welcher Inbrunst Elias Canettis Professor Kien in der „Blendung“ seine geliebten Bücher zum Widerstand gegen den Flammentod aufruft? Wie ein höchst realer Professor Edmund Klein im Jahr 1919 seine eindringlichen Warnungen vor der Seuchengefahr durch Leihbücher geschickt mit Reklame für sein eigenes Desinfektionsunternehmen verbindet? Wie Heinrich Heine über die Durchschnüffelei seines Reisegepäcks nach verdächtigen Büchern spottet? Oder wie Casanova das „Buch der Bücher“ als Fluchthelfer aus den Bleikammern benutzt? Vielleicht möchten Sie auch erfahren, wie man über Bücher Konversation macht, die man nie gelesen hat. Simon Carmiggelt wird es Ihnen verraten, ebenso wie die unvergesslichen Wiener Komiker Wondra und Zwickel. Was bei einem Leuchtturmwärter nach seiner nächtlichen Querbeet-Lektüre alles so hängen geblieben ist, erzählt Kurt Tucholsky. Nicht fehlen darf Hermann Harry Schmitz. Wenn Sie seine Groteske vom „verliehenen Buch“ gehört haben, werden Sie nie mehr ein Buch herleihen!

Der Erzähler Wolf Euba und die musikalische Geschichtenerzählerin Maria Reiter (Akkordeon) haben ein vergnügliches Programm zusammengestellt, an dessen Ende Sie auch noch einen akustischen Blick ins Wiener Telefonbuch werfen können.

Die Stimme des Schauspielers Wolf Euba ist für viele Rundfunkhörer und Fernsehzuschauer seit langem eine gute Bekannte. „Man muss ihm einfach zuhören“, hieß es erst kürzlich in einer seiner vielen erfreulichen Kritiken.

Einfach zuhören muß man auch Maria Reiter. Wer sie kennt, weiß es, wer nicht, wird begeistert sein von ihrem virtuosen Spiel und ihrer hinreißenden Improvisationskunst.

Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.

Eintritt frei


der Bericht über die Veranstaltung in der ‚Passauer Neuen Presse‘ vom 23. 09. 2010 in pdf-Format



Bilder von Gabriele Kirschner und Ariane Kluge:
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