In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Passau laden wir Sie ein zur Ausstellungseröffnung:


‚Der fernste Ort. Das Bild Japans in europä-
ischen Drucken des 17. bis 19. Jahrhunderts‘
am Donnerstag, den 14. April 2011, 19.30 Uhr

Wegen Überschneidung mit dem Benefizkonzert zugunsten der japanischen Erdbebenopfer wird die Ausstellungs-
eröffnung auf den 14. April 2011, 19.30 Uhr verschoben.


Zu diesem Anlass hält Frau Dr. Andrea Hirner einen Vortrag zum Thema

Japans christliches Jahrhundert 1549 bis 1640 und die erste Begegnung mit dem Westen



Japans christliches Jahrhundert begann mit der Landung des spanischen Jesuiten Franciscus Xaverius (Franz Xaver) am 15. August 1549 und endete mit dem Aufstand von Shimabara 1637. Die katholische Missionierung Japans ist eine der spannendsten Epochen in der Geschichte des Landes. Obwohl danach das christliche Erbe bewusst zerstört wurde, ist die Erinnerung an die „Barbaren aus dem Süden“ vor allem durch zahlreiche Kunstwerke erhalten geblieben, die von dieser Zeit des reichen kulturellen Austausches und seinem blutigen Ende Zeugnis ablegen.

Die Ausstellung zeichnet in seltenen Graphiken und Textdokumenten das europäische Bild Japans von der Mitte des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhundert nach. Mit der Abschließung Japans nach 1633 wurde das ganze Land aus westlicher Perspektive tatsächlich zum „fernsten Ort“, über den trotzdem nach Möglichkeit Informationen gesammelt wurden. Herausragende Stücke der Ausstellung sind botanische Graphiken Engelbert Kaempfers (1651-1716), eine Ausgabe von Adam Krusensterns ‚Reise um die Welt‘ (1803-1806), die ihn auch an die Westküste der Insel Jesso (heute Hokkaido) führte, sowie der Bericht Matthew C. Perrys, der 1854 die Öffnung Japans erzwang.

Die Vortragende Frau Dr. Andrea Hirner, Japanologin und Autorin sowie Mitglied der DJG in Bayern e.V., hat in zahlreichen Artikeln und dem Buch ‚Japanisches Bayern‘ vor allem über die Begegnung zwischen Bayern und Japan publiziert.

Im Anschluss an den Vortrag findet ein kleiner Empfang statt.

Eintritt frei


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Bilder von Gabriele Liebig und Gabriele Kirschner:
(Klicken zum Vergrößern)

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