Buchvorstellung:
Gleiwitz 1941 – Passau 1980
Die Buchhandlung Neuefeind 1941 bis 1944 und 1946 bis 1980 von Maria Halbritter
am Dienstag, dem 3. Dezember 2013, 19.00 Uhr



Vor dem Hintergrund von vier Jahrzehnten Zeitgeschichte beschreibt die Autorin die Geschichte einer mittelständischen Buchhandlung. Sie verknüpft dabei die Lebensgeschichte des Unternehmers und die Veränderungsprozesse im Buchhandel mit den allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Geprägt vom rheinischen Katholizismus sucht der Buchhändler Josef Neuefeind in der Zeit des Nationalsozialismus nach Möglichkeiten der Selbständigkeit. Für wenige Jahre gelingt diese in der oberschlesischen Stadt Gleiwitz, bis offen geäußerte Kritik am nationalsozialistischen Staat zu seiner Verhaftung, Verurteilung und Internierung führt.

Nach der Befreiung durch die Alliierten und der Flucht der Familie aus Oberschlesien beginnt 1946 der zweite Versuch einer Existenzgründung als Buchhändler zuerst in Bad Höhenstadt und dann in Passau. Als ein weiteres Element, das die Firmengeschichte entscheidend geprägt hat, geht die Autorin auf die spezifischen wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen und Veränderungen in der Grenzregion des Passauer Raumes ein.

So entsteht das Lebensbild eines Buchhändlers, der seinem Beruf mit Leib und Seele verbunden war. Mit diesem Berufsverständnis war er ein Beispiel für einen Unternehmertypus des 20. Jahrhunderts.

Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.

Eintritt frei


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Bilder von Gabriele Kirschner
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